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Hochschulpolitik aktiv gestalten

Münchner U6 braucht Bahnsteigtüren und fahrerlose Fahrzeuge

München, der 29.01.2018. RCDS-TUM und JU Garching fordern autonomen Betrieb der Münchner U6 unterstützt durch Bahnsteigtüren für mehr Sicherheit

Was in anderen europäischen Städten wie Kopenhagen oder Paris bereits Alltag ist, fordern die Junge Union (JU) Garching und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten an der TU München (RCDS-TUM) nun auch für München: Bahnsteigtüren und den fahrerlosen Betrieb auf der U-Bahn-Linie U6. Bahnsteigtüren erhöhen die Sicherheit der Fahrgäste merklich, denn weder versehentlich noch vorsätzlich können Fahrgäste auf das Gleisbett gelangen und dadurch verletzt oder getötet werden. Ebenfalls verringern sich die Betriebsstörungen durch Notarzteinsätze und ein reibungsloser Betrieb kann gewährleistet werden.

Außerdem beschleunigen Bahnsteigtüren die Zugabfertigung und ermöglichen Taktfrequenzen von 90 Sekunden, wie sie in Paris bei den drei wichtigsten Métro-Linien (1,13,14) bereits üblich sind. Die Stammstrecke von U3/6 bietet maximal einen 2,5-Minuten-Takt, ohne Bahnsteigtüren hält Münchens wichtigste U-Bahnlinie, die München mit dem TUM-Campus verbindet, einen Fahrgastzuwachs nicht stand. "Bereits jetzt sind die U-Bahnen nach Garching morgens und abends völlig überlastet, den Zuzug weiterer Fakultäten mit weiteren Studenten, die nach Garching pendeln, werden so nicht zu bewältigen sein.", so Patrick Muschak, Vorsitzender der JU Garching. Das Problem der unterschiedlichen U-Bahntypen für die Passung der Bahnsteigtüren ließe sich einfach lösen: Mit 39 Stück (zu 85) sind fast ein Drittel der Münchner Langzüge U-Bahnen des neuen Typs C, ein Einsatz ausschließlich dieser auf den Linien U3 und U6 ermögliche den Einsatz passender Bahnsteigtüren.

Die U-Bahnen des Typs C sind bereits für autonomes Fahren ausgerüstet, mit einer automatischen Bahnsteigüberwachung durch Bahnsteigtüren ließe sich auch der fahrerlose Betrieb realisieren. "Was in Nürnberg bereits funktioniert, muss in einer modernen Großstadt wie München möglich sein.", so Sylvia Ermer, Vorsitzende des RCDS-TUM. Die Verkehrs-AG Nürnberg, das dieselben älteren U-Bahn-Typen A und B betreibt, hat bereits 2008 auf autonomen Betrieb umgestellt. Dort wie aktuell in Paris erfolgt die Automatisierung durch Siemens Mobility, die auch die Züge für München herstellt. Die Technologie und Erfahrungen sind bereits vorhanden.

In der aktuellen Diskussion im Münchner Stadtrat zur Gleisbettüberwachung der Münchner U-Bahn fordern RCDS-TUM und JU Garching die Stadträte daher auf, sich nicht durch Mehrkosten von Bahnsteigtüren abschrecken zu lassen, die Leben retten. Langfristig muss Münchens Nahverkehr dem Fahrgastanstieg gewappnet sein. Bahnsteigtüren sind hierfür eine nachhaltige Lösung. Dichtere Taktfrequenzen durch eine Automatisierung der U-Bahn ein positiver Nebeneffekt.